Einführung des Dormagener Modells
Zur Minderung und Vermeidung von Kindesmisshandlung, -verwahrlosung und Kinderarmut und zur Förderung und Sicherung der Entwicklungsprozesse der Kinder wird das Präventionsprogramm der Stadt Dormagen (bekannt unter "Dormagener Modell") – auf die Bedürfnisse der Stadt Geilenkirchen angepasst – umgesetzt und erweitert.
Dazu gehören insbesondere, der schrittweise Aufbau einer Präventionskette und eines Netzwerks für Familien in Anlehnung an das Kinderschutzkonzept der Stadt Dormagen.
Im ersten Schritt sollten frühestmöglich die Bausteine "Bereitstellung von Informationsmaterial für werdende Mütter" und zeitnahe "Hausbesuche bei neuen Eltern/neugeborenen Kindern mit Elternbegleitbuch" (Babybegrüßungspaket) umgesetzt werden.
Bei der Einführung des Programms sind die vom Ministerium für Generationen, Familien, Frauen und Integration von NRW angebotenen und bereitgestellten finanziellen und sächlichen Mittel zu nutzen.
Begründung:
Das "Dormagener Modell" ist ein erprobtes, anerkanntes und ständig erweitertes Programm zur Umsetzung des Auftrags der sich aus § 8a SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) "Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung" ergibt und das die Verpflichtungen, die sich aus §1 (3) SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) für die Jugendhilfe ableiten, erfüllen soll. Das Programm wurde von der Stadt Dormagen, im Rahmen der NRW Initiativen zur Schaffung von "Frühwarnsystemen, eingeführt.
Moderner Kinderschutz versucht, die Lebensbedingungen von Kindern und Familien positiv zu verändern, indem er die Eigenkräfte der Familien stärkt, soziale Konflikte und Notlagen erkennt und konkrete Hilfe leistet. Eltern bekommen Unterstützung bei der Erziehung und Förderung ihrer Kinder. Kinderschutz bedeutet partnerschaftliche Aktion im Gemeinwesen zur Schaffung einer kinderfreundlichen Kultur des Aufwachsens. Als Familienschutz bleibt er Garant des Kindeswohls.
Um gravierende Auswirkungen auf die persönliche und soziale Entwicklung der Kinder zu mildern oder zu vermeiden, ist es wichtig, den Familien möglichst früh Unterstützung und Hilfe anzubieten. Diese Angebote müssen überschaubar und einfach zugänglich sein. Die Basis dazu bildet ein Netzwerk der verschiedenen Anbieter und Dienste aus dem Bereich von Kindertagesstätten, des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD), der Familienberatung, der Familienbildung und des Gesundheitswesens, die gemeinsam die Bedarfslage analysieren und ihre Angebote aufeinander abstimmen.